Liebe Eltern!

Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Baby.
Sie begeben sich auf eine spannende Reise. Wir wollen Sie dabei begleiten.

Wir sind Eltern eines Kindes mit Down Syndrom und teilen gerne unsere Erfahrungen, oder stellen Kontakt zu Familien mit einem Kind mit Down Syndrom in Ihrer Nähe her.

Wir haben uns bewusst entschlossen, mögliche medizinische Konditionen hier nicht aufzulisten. Im gegebenen Fall berät Sie ein Facharzt wahrscheinlich am besten. Wir wollen versuchen, Sie bei der Suche nach der besten Lösung zu unterstützen, Sie mit Informationen oder Erfahrungen anderer Eltern zu begleiten.

Wir freuen uns auf Ihren Anruf – 0664 430 3653

Ein paar Gedanken zur Entwicklung

Ihr Kind wird sich aller Voraussicht nach gut entwickeln, wenn es medizinisch gut behandelt ist und ihm die Liebe und Geborgenheit angedeihen, die jedes Kind genieβen können sollte.
Ihr Kind wird sich in manchen Bereichen ein wenig mehr Zeit nehmen. Wichtig ist für uns Eltern (und für Verwandte und Freunde) zu wissen: mein Kind kann lernen. Sie werden lernen, kleine Erfolge groβ zu feiern und Sie werden wahrscheinlich Ihr Leben allgemein ein wenig „entschleunigen“. Ihr Kind wird genauso normal es selbst sein, wie wir alle. Es geht darum, das wir die Lehre, die unsere Kinder mit Trisomie 21 anzubieten haben, sehen und nehmen.
Logopädie, Physio- und/oder Ergotherapie von Anfang an helfen Ihrem Kind, seine persönliche Höchstmarke zu erreichen. In Therapie soll darauf geachtet werden, dass für Ihr Kind altersentsprechende Entwicklungsschritte initiiert werden, da dies oft nicht von selbst passiert, d. h. dass der Entwicklung entsprechende Spiele oder Fördersituationen angeboten werden.

Unser Team berät sie ausführlich dazu.

Ihr Baby ist zuallererst einfach nur ein Baby. Von einem „gewöhnlichen“ Baby unterscheidet sich ein „außergewöhnliches“ Baby (mit Trisomie 21) kaum, es hat dieselben Bedürfnisse.
Warum verwenden wir „gewöhnlich“ und „außergewöhnlich“: Oft wird vom normalen Kind gesprochen. Macht das unsere Kinder mit Trisomie 21 zu abnormalen Kindern? Wir glauben das nicht. Außergewöhnlich sind Menschen mit Trisomie 21 auf so wunderbare Art, dass wir finden, dieser Begriff passt einfach besser.

Bericht einer Mutter:

„Die Frühförderin hat beim ersten Termin – da war unsere Tochter 3 Monate alt – empfohlen, dass sie mit Ergotherapie und Logopädie beginnt. Ergotherapie und Physiotherapie seien im Babyalter fast austauschbar und wir bekamen dann eine Ergotherapeutin vermittelt, weil gerade keine Physiotherapeuten frei waren. Der Kinderarzt musste die Verordnungen unterschreiben, unterschrieb jedoch jene für Logopädie nicht, mit dem Argument, dass das Kind noch lange nicht sprechen werde. Die Frühförderin ging dann persönlich zu diesem Arzt und erklärte ihm, warum gerade auch Logopädie für ein Kind mit Trisomie 21 so wichtig sei, nämlich weil Kommunikation viel früher beginne, und auch hier eine verzögerte Entwicklung unterstützt werden sollte. Gelernt habe ich damals, dass „dranbleiben“ wichtig ist, wenn Leistungen abgelehnt werden. Inzwischen hat sich dies oft bewährt.“